Colmar im Elsass

 

Colmar Elsass – ein Kleinod in Frankreich

Man kennt den Ort als Hauptstadt der elsässischen Weine, im Mittelalter zählten diese zu den wertvollsten in ganz Europa. Die Rede ist von Colmar im Elsass, einer unbeschreiblich schönen und bezaubernden Stadt mit rund 66 000 Einwohnern. Colmar ist zwar nicht die größte Stadt im Elsass, viele halten sie jedoch unbestritten für die Schönste. Mittelalterliche Bürgerhäuser, pittoreske Stadtviertel und altehrwürdige Kirchen bestimmen das Stadtbild. Natürlich kann man in Colmar im Elsass auch vorzüglich speisen.

Berühmte Bauwerke in Colmar

Eines der berühmtesten Bauwerke der Stadt ist das „Maison de tête“, das Kopfhaus. Dieses befindet sich in der nach ihm benannten Rue des Têtes. Der Name dieses Gebäudes kommt zu Stande durch die eigentümliche Verzierung des Hauses; mehr als 100 groteske Steinköpfe und Masken finden sich an der Fassade. Der Erker an der Frontseite des 1609 errichteten Hauses macht das Gebäude zusätzlich zu einem außergewöhnlichen Blickfang.
Das älteste öffentliche Gebäude Colmars ist das Koïfhus, das ehemalige Zollgebäude, welches 1480 fertig gestellt wurde. Zu jener Zeit spielte es eine zentrale Rolle im Wirtschaftsleben von Colmar.

Das Gerichtsgebäude dagegen ist nur ein Beispiel für die zahlreichen Bauten aus dem französischen Klassizismus.
Wer gern Kirchen und Kapellen bewundert, sollte auf jeden Fall einen Blick auf das Martinsmünster werfen, die Hauptkirche von Colmar im Elsass. Aber auch die Dominikanerkirche lockt jährlich eine riesige Anzahl von Touristen an, nicht zuletzt dadurch, dass sie die größte Sammlung mittelalterlicher Glasfenster beherbergt. Außerdem befindet sich das älteste Gemälde Martin Schongauers in der Dominikanerkirche, einem der berühmtesten Söhne von Colmar.

“Petite Venice” und die Viertel in Colmar

Die Stadt Colmar hat jedoch mehr zu bieten als wunderschöne Gebäude: Ganze Viertel bestechen durch einen ganz eigenen Charme und verführen zu romantischen Spaziergängen. Das bekannteste Viertel von Colmar im Elsass ist das „Petite Venice“ – übersetzt Kleinvenedig. Am besten besichtigt man dieses von einem Ausflugsboot aus auf dem Kanal Lauch. Auf diesem Wege haben schon früher die Gemüsebauern ihre Waren in die Stadt transportiert. Mitunter kann es ein wenig eng werden, unter einigen der zahlreichen Brücken sollte man deshalb den Kopf einziehen. Wer das Stadtviertel lieber zu Fuß entdecken will, für den gibt es entlang des Kanals auch einen Spazierweg. Die Geländer zum Kanal sind liebevoll mit Blumen verziert und so etwas wie das Tüpfelchen auf dem i.

Das Gerberviertel „Tanneurs“ wurde erst 1970 restauriert und besteht aus vielen zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. In den Gebäuden lebten bis ins 19. Jahrhundert hinein die Gerber von Colmar, die in den obersten Stockwerken ihre Felle trockneten.

Museen in Colmar

Wie jede alte Stadt mit einer eindrucksvollen Geschichte gibt es auch in Colmar eine Reihe von beachtenswerten Museen, allen voran das „Musée d’Unterlinden“, ein 1853 eröffnetes Kunstmuseum. Das Gebäude ist das ehemalige Dominikanerinnen Kloster von Colmar im Elsass, das schon im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Das wichtigste Exponat des Unterlindenmuseums ist der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald in der ehemaligen Kapelle des Klosters. Des Weiteren sind hier Plastiken aus der Romanik und Gotik zu bewundern, Gemälde aus dem 15. und 16. Jahrhundert, sowie eine Sammlung elsässischer Volkskunst. Aber auch Ausstellungsstücke aus der modernen französischen Kunst bieten sich dem Betrachter dar.

Eines der schönsten und am besten bestückten Spielzeugmuseen ganz Frankreichs findet sich ebenfalls in Colmar.

Was auch immer man sich von einem gelungenen Ausflug verspricht: Colmar Elsass und Frankreich im allgemeinen wissen dies zu erfüllen.